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Gedichte von Max Dauthendey ( 1867 bis 1918 )





Das Blut bleibt still mir stehen

Gesträubte Bäume stehen mit hagern Zweigen,
Bestäubte Berge lagern am pechschwarzen Fluß.
Wolken gehen und steigen
Wie Feuer, Rauch und Ruß.

Im Wind eine Silberpappel
Muß ihre Blätter drehen,
Daß sie wie weiße Augen
Blind in das Chaos sehen.

Das Blut bleibt still mir stehen,
Es scheint, daß die Himmel zerreißen,
Vor der Sehnsucht Wehen.

von Max Dauthendey



Max Dauthendey










Die Gedichte dieser Textsammlung wurden von uns aus antiquarischen Büchern entnommen.

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