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Gedichte von Max Dauthendey ( 1867 bis 1918
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Das kranke Mädchen
Des jungen Mondes Spitze ist so schlank.
Wenn ich vor meiner Türe sitze,
Wird' ich von feinem Lichte krank.
Durchs offne Fenster kommt zur Juninacht
Heuduft ans Bett mir wie Gespenster
Und hat das Seufzen mitgebracht.
Der Mond ist weißer noch als Kreide -
Ich muß vor Angst die Finger falten -
Möcht' morgen meine Hände beide
Nur unter Rosenbäume halten.
von Max Dauthendey
Max Dauthendey
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Die Gedichte dieser Textsammlung wurden von uns aus antiquarischen Büchern
entnommen.
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© 2005-2007, camo & pfeiffer

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