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Gedichte von Max Dauthendey ( 1867 bis 1918
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Weit über den Fluß haben jede Nacht verliebte Nachtigallen
gelacht
Es endet selbst nicht zur nächtlichen Zeit
Im Maien der freiende Liebesstreit.
Weit über den Fluß haben jede Nacht
Verliebte Nachtigallen gelacht,
Hat des Faulbaums Blüte gefächelt,
Hat die Milchstraß' am Himmel wie voll Mädchen gelächelt.
Da bin ich hinunter an Ufer gegangen,
Es hielten die Wellen sich buhlend umfangen;
Ich sah übern Fluß in die Berge hinein,
Kein Berg wollte nächtlich verschlossen sein.
Es standen am Ufer voll Lichter
Fenster mit Glanz, wie entzückte Gesichter,
Und es schien mir auf Erd' und im Himmel ein Tanz,
Selbst Gottvater war Tänzer und nicht mehr Richter.
von Max Dauthendey
Max Dauthendey
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