Berge der Stille – Klassisch

Stil: Klassisch

In stillen Weiten ragen sie empor,
Die Berge, majestätisch, voller Ruhm,
Ein Reich aus Stein, ein schweigendes Tor,
Das flüstert sanft im Morgenblum’.

Ihr Antlitz zeugt von Zeiten, längst verweht,
Geschichten in der Stille eingesperrt,
Wo Winde singen, einsam und erhöht,
Von Träumen, die sie haben enger zerrt.

Der Nebel kleidet sie in graues Tuch,
Ein Schleier voller Rätsel, voller Nacht,
Die Morgenröte webt ein sanftes Buch,
Aus goldnen Strahlen, die im Tal erwacht.

Wie Wogen steigt ihr stiller Atem auf,
Im Flüstern der verlornen Zeiten,
Und jeder Gipfel, ein Gedankengrab,
Wo Ewigkeit und Augenblick sich schneiden.

Es rauscht der Bach, ein Flüstern in der Zeit,
Ein Silberfaden durch die Felsen weich,
Im Glanz der Sonne schimmert seine Maid,
Ein Spiegelbild, der Unendlichkeit gleich.

Die Kiefern flüstern leise Liebeslieder,
Im Tanz des Windes, zärtlich, voller Klugheit,
Und in den Schatten ruhen stille Brüder,
Die Sterne, die erblühen in der Dunkelheit.

Die Stille dort, sie spricht von altem Sein,
Von Frieden, der in Felsen eingeschrieben,
Der Mensch, ein Wandrer, klein und doch allein,
In dieser Welt, die voller Wunder blieben.

Oh, Berge der Stille, ihr seid die Hüter,
Des Wissens, das in Ewigkeiten ruht,
Ein Epos aus Granit, ein leiser Dichter,
Der ohne Worte mit den Herzen tut.

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