Berge der Stille – Melancholisch

Stil: Melancholisch

In weitem Land, wo Gipfel ragen,
Erhebt sich sanft der stille Berg,
Wo Winde flüstern, Wolken tragen,
Die Last der Welt in leisem Werk.

Die Pfade schlängeln sich empor,
Durch Wälder grün und Felsenscharen,
Wo Murmeltiere schüchtern hor’n,
Und Adler durch die Lüfte fahren.

Der Himmel ruht auf steinernem Schoß,
Die Stille wohnt in jedem Stein,
Wo Sonne golden, Abglanz bloß,
Die Schatten wirft, im sanften Schein.

Es klingt das Echo ferner Zeiten,
In Schluchten tief und Täler breit,
In jedem Hallen, ein Begleiten,
Von Ewigkeit und Vergänglichkeit.

Die Gipfel küssen Wolkenthronen,
In kalter Luft, die rein und klar,
Wo einsam Tannen stolz sich lohnen,
Ist Frieden nah und Wunder wahr.

Hier schweigt die Hast, das laute Streben,
Hier findet Herz sein stilles Glück,
In dieser Welt, dem stummen Leben,
Wo jedes Atmen kehrt zurück.

So stehen wir, in Ehrfurcht stumm,
Im Angesicht der großen Weite,
Die Stille fließt, ein tiefer Brumm,
Und trägt uns sanft, als stille Seite.

Der Berge Lied, ein leises Klingen,
Ein Hauch von Ewigkeit, verstummt,
In unsrer Seele will es singen,
Bis Herz und Geist vollkommen summt.

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