Stil: Episch
Im Nebel tanzt ein wildes Spiel,
Unsichtbar webt es seinen Lauf,
Und jeder Faden, schwarz und kühl,
Vermischt sich mit des Schicksals Hauf.
Des Chaos‘ Stimme flüstert leise,
Ein Lied aus Schatten, dunkler Macht,
In seiner ungezähmten Weise,
Bricht es den Tag und schafft die Nacht.
Die Ordnung wankt auf zarten Füßen,
Vom Wind der Ungewissheit schwer,
Der Zweifel reckt die kalten Flüssen,
Und Furcht gedeiht im leeren Meer.
Doch aus der Tiefe jener Stille,
Wo Welten stürzen, neu erwacht,
Erblüht ein Funkeln, eine Wille,
Die Harmonie im Hauch der Nacht.
Geheimnis grinst im ew’gen Kreise,
Ein Lächeln, das die Zeit besiegt.
Es tanzt, es lebt, auf eig’ne Weise,
Und drin verborgen — Glück sich wiegt.
Im Wirbel seiner wilden Fluten,
Findet das Herz den stillen Grund,
Denn was in Dunkelheit geruhten,
Geboren wird zum letzten Bund.
So birgt das Chaos seine Klarheit,
Ein Mosaik aus Sternenstaub.
In seinem Schoß, der Raum der Wahrheit,
Wo Leben seine Form geraubt.
Hier endet nicht der Pfad der Weisen,
Denn jede Antwort birgt den Schein.
Das Chaos, das in uns’rem Kreisen,
Bleibt stets geheim, bleibt stets allein.