Das Schweigen des Bildschirms – Verspielt

Stil: Verspielt

In der Stadt aus Glas und Stahl,
wo Menschen ohne Blick verweilen,
ging das kleine rechteckige Gemahl
verloren – und begann zu heulen.

Es flüsterte leise aus der Tasche fort,
wie ein verlorener Traum im Nebelmeer.
Der Schritt in Eile führte es fort,
wo selbst der Sturm es nicht mehr begehrt.

Oh, du treuer Begleiter, einst so nah,
deine Stimme voller Nachrichten und Lieder,
nun verstummt im Strudel der Menge,
wo endloses Warten keine Zeit kennt.

Ein Fenster zur Welt, du bist gewesen,
das Tor zu Gefühlen, zu Bildern und Worten.
Nun bleibt die stille Leere, das ungewisse Lesen
der Gedanken, die nicht mehr bei dir wohnen.

Wo steckt dein Herz, das Pulsieren der Tasten,
das Glühen des Bildschirms im nächtlichen Licht?
Kein Zeichen gibt mir Frieden, kein Wissen vom Rastenden,
nur die Fragmente des Erinnerns – leise, dicht.

Hier in der Dunkelheit, allein im Gewühl,
ist dein Verlust wie ein Fluss ohne Ziel,
der sich schlängelt durch die Zinnen der Stadt,
und leise mein Herz mit Schatten beschatt‘.

In den Tiefen der Zeit wirst du bleiben,
ein Symbol des Suchens nach heißer Begier.
Und wir wandern, unberührt, mit geschlossenen Augen,
finden die Wahrheit, doch niemals das Wir.

O verloren, doch nicht vergessen,
in den Straßen der Gedanken, in den Häuserschluchten,
wie der Wind durch die Blätter, ewig vermessen,
träumst du weiter, im Netz der verborgenen Suchten.

So schweigen wir beide, die Augen geschlossen,
in der Hoffnung auf ein Wiedersehen.
In der Ferne des Alltags, hausend in Träumen,
bleibst du das Echo in der Stille der Zeiten.

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