Stil: Minimalistisch
In wilder Schlucht, verborgen tief im Wald,
Dort flüstert leise ein verborgener Ort,
Ein Wasserfall aus Silber, klar und kalt,
Ein Hauch der Zeit, des Lebens sanfter Hort.
Er rauscht und grollt, in ew’ger Melodie,
Ein Lied, das Herzen zärtlich umschmiegt,
Ein Echo ferner Tage, voll Poesie,
Das Seelen nährt und sanft zum Träumen biegt.
Die Tropfen, die ins klare Wasser sprühen,
Sind Tränen, längst vergess’ner Augenblicke,
Die schillernd in der Sonne Lichter glühen,
Wie Perlen einer Kette, Glanzstücke.
Ein Hauch von Kindheit strömt durch feuchte Luft,
Ein Duft von Sommerregen, längst verweht,
Erinnerungen schweben schwerelos wie Duft,
Vermischt mit Sternenstaub, der ewig lebt.
Hier tanzen Bilder auf dem Wellenspiel,
In zarten Schattierungen der Zeit,
Gesichter, Stimmen, Freude, Schmerz, Gefühl,
Im Strom der Erinnerung weit und breit.
Der Wasserfall, er murmelt alte Lieder,
Von Hoffnungen, die wie Blätter treiben,
Von Liebe, die wie Nebel schwebt hernieder,
Und Träumen, die im Herzen heimisch bleiben.
Im Strudel dieser Sturmflut der Gedanken,
Verliert die Gegenwart ihr starkes Band,
Die Zeit versinkt, die Grenzen blass und wanken,
Und führen sanft uns fort, von Hand zu Hand.
So steh ich schweigend an dem Ufersaum,
Das Herz voll Wehmut und voll dankbar‘ Ruh,
Der Wasserfall der Erinnerung — ein Traum,
Doch tief in seiner Klarheit seh‘ ich Du.
O Fluss der Zeit, bring Hoffnung, Trost und Licht,
Was war, was ist, was kommt — es bleibt vereint,
Im Wasserfall der Seelen, der nie bricht,
In dir, o Herz, wird jede Zeit vereint.