Stil: Kraftvoll
In einem Schleier aus Dunkelheit gehüllt,
Liegt die Welt im stillen Sterben, verhüllt,
Einstig von Leben wild durchzogen,
Nun leer und öd‘, vom Licht betrogen.
Die Flüsse, die einst kraftvoll glitten,
Sind zu starren Spiegeln erblitten,
Die Vögel verstummen, im Himmel verloren,
Ihre Lieder sind nur noch ein stilles Hohn.
Die Bäume, einst grün im vollen Kleid,
Stehen als Schatten, von der Zeit befreit,
Ihre Wurzeln greifen ins Unendliche,
Eine letzte Umarmung im Endgültige.
Die Sterne, müde vom ewigen Tanz,
Leuchten schwach, ein sterbender Glanz,
Der Mond sieht auf die Erde mit Trauer,
Sein Schein, verblassend, eine ewige Schauer.
Der Mensch, kämpft im Sog der Vergänglichkeit,
Mit Tränen in den Augen, voller Einsamkeit,
Das Herz schwer, von Hoffnung beraubt,
Im Angesicht dessen, was die Erde schnaubt.
Die Zeit, sie schreitet unaufhaltsam fort,
Mit jedem Schlag ein fernerer Ort,
Die Stunden ziehen ins Leere, ins Nichts,
Vergehen im Schweigen wie ein altes Gedicht.
Oh Erde, Mutter, vergess’ uns nicht,
In deinem Tod liegt unser Gewicht,
Die Geschichten, die du erzählt hast, enden,
Als leise Stimmen im Wind sich wänden.
Doch in der Asche liegt ein Sprießen verborgen,
Ein Keim entfaltet sich, trotz dieser Sorgen,
In der Dunkelheit blüht ein neuer Traum,
Ein ewiges Versprechen im Weltenraum.
So neigt sich die Welt mit stillem Gruß,
Zu Ruh und Frieden, dem Herz ein Schluss,
In der Dunkelheit finden wir Licht,
Das Ende der Welt, ein neues Gedicht.