Der Tanz der ewigen Winde – Tiefgruendig

Stil: Tiefgruendig

In jenem Reich, wo Zeiten stürmen,
Wo Uhren ticken, still verhallt,
Wo wilde Winde leis‘ umschwärmen,
Gebären Herzen ungestalt.

Die Stunden, die wie Wellen schlagen,
An Klippen aus Vergangenheit,
Erzählen uns, was wir mal waren,
In ihrer unbarmherzgen Zeit.

Ein Sandkorn in der Stundenglas,
Das sanft durch unsre Finger rinnt,
So formt der Sturm den Lebensspraß,
Wenn neue Ufer er uns bringt.

Einst lebten wir in goldnen Zeiten,
Wo Morgenröten feurig glühn,
Doch Dunkelheit in stummen Weiten,
Ließ uns des Sturmes Kraft verspühn.

Die Schatten tanzen wilde Reigen,
Wo Flammen der Erinnerung brennen,
Und alle Formen treulos neigen,
Von neues Sehnen zu erkennen.

Vergangenes, in Nebel gehüllt,
Erzählt vom Schmerz, von Lust und Flucht,
Doch Hoffnung, die uns tief erfüllt,
Erwacht in der Sekunden Sucht.

Wie Blätter in den Winden kreisen,
Sind wir verlorne Seelen bloß,
Die Zeiten wirbeln, kaum zu fassen,
In ihrem tobend großen Schoß.

Und dennoch keimt ein zart Verlangen,
Nach Ruh im tosenden Orkan,
Mit jeder Brise, neu gefangen,
Ein Sehnen leuchtend, unbekannt.

So schreiten wir durchs Reich der Zeiten,
Ein jeder Schritt ein Tanz im Wind,
Denn Sturm und Frieden sanft begleiten,
Die Suche, die kein Ende find’t.

Trägst du den Mut in deinem Herzen,
Den Sturm mit offnen Armen zu umfahrn,
Wirst du, trotz aller stummen Schmerzen,
Die Zeit mit Liebe neu umarmen.

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