Der Wasserfall der Seele – Klassisch

Stil: Klassisch

In sanften Fluss die Seele gleitet,
durch Täler, Wälder, weit und breit,
von Sonnenstrahl und Mond geleitet,
trägt sie das Rauschen der Ewigkeit.

Ein Wasserfall, der tief im Innern rauscht,
in Klüften der Gedanken fließt,
und jede Welle, die dort lauscht,
das Herz in sanfte Ruhe wiegt.

Wie Tropfen, die den Fels umarmen,
im steten Fall, im ew’gen Sein,
webt Sehnsucht sich in zarte Rahmen,
und malt aus Licht und Schatten fein.

Der Seele Fluss, er kennt kein Ende,
durch Zeiten zieht er fort und fort,
kennt Angst und Hoffnung, Traum und Wende,
verbindet sie zum stillen Ort.

Wo Wasser leise Lieder singt,
und Tränen werden Perlen klar,
da, wo ein helles Flüstern klingt,
wird jede Frage offenbar.

Der Strom braust auf, und fällt doch nieder,
zerfließend in des Herzens Grund,
im Murmeln findet Ruhe wieder,
was einst als Flamme glühend brannt.

Wie sanfte Tropfen, die sich finden,
erkennen sich, und fließen fort,
so löst das Herz die alten Binden,
im Wasserfall der Seele dort.

Die Seele strömt in klaren Linien,
und formt aus Fall ein neues Licht,
Umarmt das Herz in leisen Trieben,
und zeigt, wie Liebe sanft sich bricht.

So ruht der Geist, vom Fall umhüllt,
im Wasser, das Verständnis trägt,
ein Wasserfall, der Stille füllt,
in dem die Seele sich bewegt.

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