Der Weg der Seele – Klassisch

Stil: Klassisch

In der Ferne klingt das Lied der Stille,
Ein Flüstern, das die Seele rief,
Mit zarten Schritten, leis und sacht,
Begibt sich auf die Reise, tief.

Der Wind trägt ihre leisen Klagen,
Von weiten Wiesen, über See,
Wo Schatten tanzen, Träume wagen,
Verliert sie sich im endlosen Weh.

Die Seele zieht durch dunkle Wälder,
Wo Licht in goldnen Tropfen fällt,
Ein Flüstern strömt aus tausend Händen,
Die sie auf diesem Pfad erhellt.

Durch Sturm und Nacht, durch Nebel schwer,
Wo Sterne keine Heimat finden,
Ein flüchtig Funkeln, kurz und klar,
Umhüllt sie wie ein sanftes Binden.

Am Fluss der Zeit, ein stilles Ufer,
Wo alte Zeiten nicht vergeh’n,
Erkenne ich, was war und werde,
Die Seele sucht ein neues Seen.

Die Wurzeln brechen, Blätter fallen,
Ein leises Sehnen, das verweht,
Doch in der Ferne, wo Winde hallen,
Erwacht sie neu, als Frühling blüht.

Zu neuen Ufern, neuen Klängen,
Wo Horizonte weiter sind,
Zieht sie von dannen, ohne Zögern,
Wo Hoffnung und Gedanken blind.

Die Seele, frei und leicht entfesselt,
Von Fesseln einer alten Welt,
Schwebt zwischen Himmel, Erde, Meere,
Von leiser Sehnsucht stets erhellt.

So wandert sie, von Ort zu Orte,
Im Fluss der Zeiten unbenannt,
Ihre Reise, ewig währender,
Ein stilles Streben, unerkannt.

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