Stil: Philosophisch
In stiller Nacht, wo Schatten schweigen,
Verlässt die Sonne ihren Thron,
Die Dunkelheit beginnt zu steigen,
Umhüllt die Welt in tiefem Ton.
Der Mond, ein blasser Zeuge stiller Stunden,
Wirft silbern Licht auf kalten Grund,
Wo Einsamkeit in Schattenwunden
Den stillen Schmerz der Nacht entbund.
Die Sterne, fern, wie Hoffnungsfunken,
Sind stumme Zeugen leerer Zeit,
In ihrer Strahlkraft tief versunken,
Erhellen sie die Dunkelheit.
Die Winde flüstern alte Lieder,
Die niemand hört, kein Ohr versteht,
Mit jedem Blatt, das fällt hernieder,
Ein Herz für einen Augenblick vergeht.
Im Dunkel liegt die Sehnsuchtsstille,
Wo Seelen suchen nach Geleit,
Doch was sie finden, ist der Wille,
Zu tragen einsam ihre Zeit.
Und doch, in dieser schwarzen Ferne,
Wo Schatten ihre Kreise ziehn,
Gibt es ein Licht, ein stiller Sterne,
Das Einsamkeit in Träume wiegt dahin.
So bleibt sie, die geheimnisvolle Nacht,
Ein Reich der Stille, tief und weit,
Wo jeder Stern, der dort erwacht,
Lehrt uns, was wahre Einsamkeit.