Stil: Verspielt
In der Dämmerung, wo Schatten schwer sich legen,
Erklingt ein leises, bebendes Lied,
Vom Herzen der Natur, das bang sich regen,
Die Furcht, die still und heimlich zieht.
Ein Wispern aus den Zweigen, sanft und fein,
Von Blättern, die die Kühle der Nacht umweht,
Doch in der Stille grollt ein leises sein,
Ein Zittern, das durch Erdenadern geht.
Die Fichte, die den Sturm erahnt im Beben,
Der Himmel, der sein graues Kleid anlegt,
Die Bäche, die im stillen Fluss verleben,
Und Furcht, die sich in ihrem Glanze regt.
Die Zeit, die an der Wurzel nagt und zehrt,
Ein langsames Vergehen, stummes Leid,
Die Dränge der Menschheit, wild und unversehrt,
Die Schatten werfen auf ihr Seelenkleid.
In Höhlen, wo das Echo laut sich schwingt,
Verhallt der Ruf der Tiere, sacht, verzagt,
Ein Flehen, das in ihre Träume dringt,
Ein Lied von Hoffnung, das das Dunkel fragt.
Der Mond, der über stillen Seen wacht,
Ein bleicher Wächter der geheimen Furcht,
Die Nacht, die in den Nebeln sanft erwacht,
Wo sich die Stille in die Tiefen sucht.
Die Angst der Natur, in allem, was da lebt,
Ein zartes Band, das alles still durchwebt,
Die Erde, die in Seufzern sich erhebt,
Gefasst im Kreislauf, der die Schöpfung hebt.
Doch in den Ästen, zwischen sanftem Schweigen,
Erscheint ein Hauch von Mut im Angesicht,
Ein Hoffnungsschimmer, der die Sterne zeigen,
Ein neuer Tag, der bricht aus dunkler Sicht.
So tanzt die Angst durch jedes Moos und Blatt,
Ein ewiges Gespräch mit Zeit und Raum,
Doch in der Tiefe birgt sie einen Schatz,
Ein Lied von Leben, Hoffnung und von Traum.