Stil: Melancholisch
In der Gassen kühlen Tiefen, wo die Sonne selten scheint,
Leben Menschen in Gedanken, die die Zeit verstohlen eint.
Wie gebrochene Flügel tragen sie Lasten voller Schwere,
Schatten, die im Dunkel flüstern, ohne Licht und ohne Ehre.
Die Straßen sind das Buch der Träume, nie geschrieben, nie gelesen,
Ein Theater ohne Bühne, das von Hoffnung ist verwesen.
Fenster blicken stumm und traurig auf das Spiel der Welt hinab,
Und die Mauern atmen Stille, murmeln leise, Blatt für Blatt.
Wie das Flüstern einer Taube, die den Himmel nimmer kennt,
Ist der Klang von müden Herzen, deren Spiel der Wind verrennt.
Jedes Lächeln, jedes Sehnen, in den Augen tief vergraben,
Wie die Schatten dunkler Wolken, die den blauen Himmel laben.
Ein Kind mit bloßen Füßen, das am Rand der Straße spielt,
Sein Gesicht von Staub umhüllt, doch die Seele nicht besiegelt.
In den Augen blitzt ein Funke von der Träume stiller Macht,
Ein kleines Licht in kalter Dämmerung, das die Nacht bewacht.
Der Fluss von Menschen gleitet, rastlos, suchend, ziellos, leer,
Ihre Stimmen sind wie Echos in der Ferne, ungeklärt.
Wo die Zeit sich scheinbar dehnt und doch rasend schnell verrinnt,
Bleiben Schatten stumme Zeugen, wo Verzweiflung leise spinnt.
Unter Dächern voller Löcher, die den Regen kaum erwehren,
Liegen Krüge ohne Nahrung, die von Hoffnung zehren, nähren.
Und die gütige Umarmung, die das Schicksal oft versagt,
Ist wie der Blick aus leeren Fenstern, der die Seele stille nagt.
Oh, ihr flüsternden Schatten, die das Herz so schwer beschwingen,
Die mit leisen, kalten Fingern an den Seelenfenstern klingen,
Schreibt aus eurem schwarzen Tintenbuch die Hoffnung neu und klar,
Lasst uns träumen von der Morgendämmerung, die Erlösung offenbaar‘.
Noch einmal möge Licht durch Trümmer auf das Antlitz niederstrahlen,
Und die Schatten, einst verloren, sollen uns den Weg erzählen.
Denn im Herzen eines Jeden wohnt der Wunsch, der immer bleibt,
Dass die Schatten von der Armut weichen, wenn die Sonne neu vertreibt.