Stil: Dramatisch
In stillen Fluren wandern wir,
durch sanfte Räume längst vergangen,
die Zeit verliert ihr wildes Spiel,
im Schatten bleibt der Traum gefangen.
Ein Hauch von Gestern, kaum zu spüren,
wispert leise in den Bäumen,
die Winde tragen fern und nah
vergangene, verwehte Träume.
Ein Blatt, das sacht vom Baume fällt,
erzählt von Tagen voller Leben,
in Gold und Rot die Erde schweigt,
ein stiller Tanz im sanften Weben.
Die Vögel sangen einst so laut,
doch ihre Lieder sind vergangen,
nur Echos, die die Luft durchflieh’n,
wo einst die Wünsche schwangen.
Die Wege, die wir einst betrieben,
verstaubt, doch fest in unserem Sein,
der Fußabdruck der Zeit verblasst,
doch niemals geh‘n wir ganz allein.
Im Spiegel dieser stillen Stunde,
erstrahlt die Welt in sanftem Licht,
die Schatten der Vergangenheit
sind Dichter eines neuen Gedichts.
So lauschen wir dem Flüstern leise,
das in der Stille uns umgibt,
ein Tanz der leeren, weiten Weisen,
die unser Herz im Innern liebt.
Die Stille birgt die größten Schätze,
in ihrer sanften, weiten Hand,
sie webt das Netz der alten Netze,
verbindet heut mit unbekannt.
Und während wir in Ruhe gehen,
durch Pfade, die das Jetzt verstehn,
ein Klang von Ewigkeit zu hören,
die Melodie der Zeiten sehen.