Die Melodie der Stille: Ein Gedicht über die Zeit – Romantisch

Stil: Romantisch

In einen sanften Mantel, gewoben aus Licht,
Schmiegt sich die Stille, die die Zeit verspricht.
Die Welt hält den Atem, ein leises Gebet,
Während die Zeit auf Zehenspitzen geht.

Felder von Ewigkeit, weit und still,
Wo nur der Hauch eines Flüsterns will,
Zeichnen die Wege, die niemand fand,
Zwischen dem Schatten und Sonnenbrand.

Die Uhren verharren, ein flüchtiger Traum,
Ihre Zeiger sind Blätter an namenlosem Baum.
In der Mitte des Schweigens, da ruht ein Herz,
Wiegt sich hin und her, heilt seinen Schmerz.

Die Wolken verweilen, ein Bild aus Dunst,
In Höhen, die leuchten von sonniger Gunst.
Sie malen die Stunden in Farben der Nacht,
Während das Sternenlicht leise erwacht.

Ein Vogelsang klingt wie ein ferner Chor,
Durchbricht die Stille, das unsichtbare Tor.
Es trägt die Melodie von Vergänglichkeit,
Ein zarter Akkord in der Stille der Zeit.

Und hier, in der Welle des pausierenden Seins,
Berührt die Ewigkeit selbst das Kleine, das Feins.
Ein Tropfen, der fällt, ein Herzschlag vergeht,
Ein Augenblick, der in der Unendlichkeit steht.

Hier blüht der Augenblick, ein seltener Gast,
Der über die Landschaft der Seele rast.
Die Stille haucht Worte, die niemand vernimmt,
Doch in ihrer Ruhe das Leben bestimmt.

Mag die Zeit auch eilen, ein fliegendes Band,
In der Stille der Zeit, da reichen wir die Hand,
Dem Ewigen, Unfassbaren, das niemand kennt,
Ein Atemzug, der die Welt neu benennt.

So lausche dem Schweigen, dem Flüstern der Zeit,
In der Stille liegt Wahrheit, verborgen und weit.
Ein kostbares Geschenk, das die Zeit uns gibt,
In der Stille der Zeit, wird das Leben geliebt.

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