Die Melodie der Stille – Episch

Stil: Episch

In der Stille, wo die Welt sich neigt,
Im sanften Schweigen, das die Zeit verneigt,
Dort, wo der Atem der Schöpfung ruht,
Wohnt eine Tiefe, die das Herz berührt.

Ein ferner Klang, der niemals klingt,
Ein leises Rauschen, das die Seele umschlingt,
Die Stille selbst, ein unerhörtes Lied,
In deren Schoß die Sehnsucht blüht.

Der Mond wirft Schatten auf das stille Land,
Ein zarter Hauch, von keinem Wind gesandt,
Die Bäume stehen wie in Träumen still,
Als ob die Zeit ihr Schweigen füllen will.

Des Morgens Nebel hebt sich sacht,
Ein Schleier, den die Nacht gemacht,
Und in den Tropfen auf dem Gras,
Liegt die Welt, friedvoll und blass.

Die Flüsse flüstern, ohne Laut,
Die Luft ist klar, der Himmel graut,
Und auf den Flügeln der Gedanken,
Schwebt die Stille fern und rankend.

Wie eine Kammer voller ungelesener Briefe,
In der die Stille ihre Worte schrieb,
Auf unsichtbaren Zeilen aus Atem und Raum,
Wo Träume wachsen, unterm Sternenbaum.

Erinnerungen, die in der Stille ruhen,
Erhellen das Innere wie Mondesglühen.
Obwohl kein Wort je laut gesprochen,
Sind Herzen doch in stiller Sprache gebrochen.

Ein Tanz der Schatten ohne Licht,
Ein feines, sanftes Angesicht,
Die Stille trägt ein selt’nes Kleid,
Von Einsamkeit und Zärtlichkeit.

An jener Schwelle, wo die Stimme schweigt,
Und das Innerste ins Ganze steigt,
Dort, wo niemand je das Schweigen bricht,
Spricht das Seel’ge in strahlendem Licht.

Die Melodie der Stille, zart und fern,
Umhüllt die Welt wie ein verborg’ner Stern,
Und in ihrem Schoß, der alles kennt,
Findet der Frieden sein stilles End‘.

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