Stil: Tiefgruendig
In goldenen Hallen klingt der Jubelton,
Die Farben tanzen unter Lichterschein,
Doch in jedem strahlenden Luftballon
Birgt sich leise ein Schatten allein.
Die Blumen erblühen in voller Pracht,
Die Ringe glänzen am müden Hand,
Doch in manch Herz, das leise wacht,
Liegt der Zweifel verborgen wie Sand.
Ein Brautkleid weht in sanftem Wind,
Die Krone funkelt in blondem Haar,
Doch der Schatten, den man selten find,
Lässt eine Träne, unsichtbar, klar.
Festlich das Lächeln, das sich zeigt,
Vor der Liebe und Freude goldnem Tor,
Doch die Schatten, die sich schweigend neigt,
Flüstern in der Seele leis im Ohr.
Das Versprechen klingt, in Stein gehauen,
Die Worte fliegen wie Vögel frei,
Doch die Schatten, die am Rande lauern,
Fragen sich: „Was wird morgen sein?“
Die Gläser klingen, die Gäste lachen,
Die Nacht erstrahlt in berauschend‘ Glanz,
Doch der Schatten wagt es, aufzuwachen,
Inmitten des festlichen Freudentanz.
Liebe, du Träumerin, stark und sanft,
Schließt die Schatten im Herzen ein,
Denn in der Dunkelheit, die immer tanzt,
Liegen die Geschichten, stark und rein.
Ein Schatten ist kein Feind, kein Leid,
Er ist der Flügel, der uns trägt,
In ihm findet sich die Wahrheit,
Die uns zu neuen Wegen schlägt.
So lass die Schatten flüstern leise,
In der Hochzeit voller Glanz und Licht,
Denn in der Reise, die sie uns weise,
Liegt die Liebe, die nie zerbricht.