Die Stille der Erinnerungen – Nachdenklich

Stil: Nachdenklich

In stillen Hallen wandert leise,
Der Schatten meiner alten Zeit.
Verblasst sind all die bunten Gleise,
Die einst geführt in Heiterkeit.

Ein Schaukelstuhl, vom Wind bewegt,
Erzählt von Tagen voller Licht.
Doch nun, da niemand mehr da lebt,
Umhüllt die Nacht das leere Nichts.

Die Stimmen, einst so laut und klar,
Verwehen wie ein ferner Traum.
In jedem Winkel, Jahr um Jahr,
Verblasst ihr Echo, kaum ein Saum.

Vergangen seine Lebenshitze,
Der Sommer eines fernen Seins.
Die Nachtigall auf stiller Ritze
Singt leise Lieder nur des Eins.

Ein Fotoalbum, längst verstaubt,
Birgt all die Lächeln längst vergeht,
Die Augen, die so viel geglaubt,
In stummen Seiten sich verweht.

Die Zeit zieht ihre leisen Kreise,
Und ich sitz still in ihrem Rauschen.
Die Einsamkeit, ganz sacht und leise,
Lässt uns auf alte Zeiten lauschen.

Im Herz, da flackert noch ein Licht,
Ein Funke, warm und voller Glanz.
Auch wenn die Welt um mich zerbricht,
Bewahr ich ihn, den Lebenskranz.

Und so trägst du, o Einsamkeit,
Die Fackel all der einst’gen Träume.
Entfacht in mir die alte Zeit,
In ihrer stillen, sanften Räume.

In jedem Klang, in jedem Laut,
Lebt die Erinnerung in Ruh.
Die Einsamkeit, sie webt und baut
Aus alten Zeiten neues Tu.

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