Die Stille nach dem Sturm – Philosophisch

Stil: Philosophisch

Die Sonne steigt, der Morgen weit,
Doch alles schweigt im leeren Kleid.
Die Felder braun, die Wege still,
Die Luft trägt Kummer, doch keinen Will‘.

Des Krieges dröhnendes Geleit,
Verstummt nun in der Ewigkeit.
Die Erde seufzt im kühlen Licht,
Wo man früher raue Stimmen spricht.

Ein Vogel singt, doch seine Lieder,
Erfüllen nicht die Herzen wieder.
Die Bäume stehen ohne Blatt,
Ein Wind, der nur die Asche hat.

Die Flüsse trauern ohne Klang,
Der Horizont ein stummer Drang.
Die Mauern erzählen stumme Geschichten
Von verlorenen Seelen, von fernen Pflichten.

Die Stadt, die schläft mit offenen Augen,
Erinnert an das lautlose Versagen.
Ihr Pflaster kalt, von Tränen schwer,
Wo Hoffnung längst gegangen, leer.

Doch in der Stille wächst ein Keim,
Des Friedens Wunsch, so zart und rein.
Aus Ruinen kann Neues sich erheben,
In der Stille finden wir das Leben.

In jeder stille Träne glüht,
Ein Funke Mut, der weiter zieht.
Die Seelen suchen wieder Licht,
In dunkler Nacht, ein Zu-versicht.

Die Stille trägt ein schweres Band,
Doch auch die Kraft für neuen Stand.
Ein Flüstern weht durch die Ruinen,
Die Herzen heilen, die Seelen dienen.

Ein Hoffnungsschimmer, klar und leise,
Verwebt die Welt auf neue Weise.
In der Stille suchen wir den Frieden,
Und finden ihn, wo Kummer schieden.

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