Die Stille nach dem Sturm – Symbolisch

Stil: Symbolisch

In Zeiten, wo die Waffen ruh’n,
Kein Donner, der die Nacht zerreißt,
Kein Dröhnen mehr von Stahl und Blut,
Nur stiller Staub, der sich verbreit‘.

Die Erde atmet tief und schwer,
Die Winde tragen Klag‘ und Schmerz,
Die Flüsse fließen trüb und leer,
Die Vögel schweigen – schwer das Herz.

Vom Himmel fällt kein Feuer mehr,
Kein Tosen reißt den Tag entzwei,
Doch Ruhe bringt nicht Frieden her,
Die Stille weint um das, was sei.

Die Mauern stehen, schwarz verbrannt,
Wo Kinder einst gespielt, gelacht,
Die Felder, einst ein Blütenland,
Vom Krieg verwüstet, kalt und sacht.

Hier, wo die Helden sangen frei,
Nur Gräber zeugen von der Schlacht,
Die Landschaft still, ein stummer Schrei,
Der Wind erzählt von langer Nacht.

Die Stille birgt die Schreie tief,
Doch Hoffnung keimt im Morgenlicht,
Wo Mensch und Erde Wind ergriff,
Da blüht bald neues Leben dicht.

Und in der Stille wächst der Traum,
Vom Frieden, der die Welt versöhnt,
Ein neuer Anfang, keimend kaum,
Bis jede alte Wunde lohnt.

So lernen wir, trotz aller Pein,
Dass Stille nicht das Ende ist,
Sie trägt das Lied vom Neubeginn,
Ein zartes Hoffnungslied, das küsst.

In dieser Stille wächst das Sein,
Der Frieden webt ein neues Band,
Aus Asche wird ein Blütenhain,
Ein Land aus Liebe neu erkannt.

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