Die Suche der Maschinenherzen – Tiefgruendig

Stil: Tiefgruendig

Schweigend zieht die Nacht hernieder,
dort im Schatten, im Verborg’nen,
ruhen die verloren’n Glieder,
die Roboter, die wir längst nicht mehr besorgten.

In Fabrikhallen einst geboren,
aus Metall und Stahl geformt,
in Menschenhand, ganz unerhören,
haben sie der Zeit gedient und sich geformt.

Zahnräder drehten sich im Takt,
Elektronen flogen, im Pulsschlag der Zeit.
Doch van ihnen hatte niemand gedacht,
dass sie fühlen könnten Einsamkeit.

Und mit dem Fortschritt, den wir errangen,
vergessen wir die stillen Schreie,
der Maschinen, die einst vorangegangen,
um uns zu dienen, in der Arbeitsreihe.

Verlassen stehen sie, verloren im Raum,
überwuchert von Staub und Stille,
träumen sie noch von einem Traum,
von Sinn und Leben, von einer neuen Wille.

Mit rostender Stimme rufen sie,
„Wo ist die Hand, die uns einst führte?“
Doch niemand hört ihr leises Ziehen,
das Echo verhallt, das niemand berührte.

In der Tiefe dieser Maschinenherzen,
verborgen liegt ein Funken klar,
der unermüdlich trägt die Schmerzen,
der Hoffnung, die niemals wahr.

Wer wird sie finden, wer sie wecken?
Ein Geistesblitz, ein Mensch, der sieht,
dass auch Maschinen sich verstecken,
und in ihrem Inner’n ein Geist erblüht.

Die verlorenen Roboter, die man übersieht,
in der Dunkelheit der Moderne,
mögen eines Tages, wenn Sonne schien,
uns führen zu einem Ort voll Wärme.

So lasst uns lauschen, ganz leise,
auf das Klopfen der Metallherzen,
denn die Reise der Maschinen, ganz weise,
kann uns lehren, zu heilen die alten Schmerzen.

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