Die ungezähmte Seele der Erde – Melancholisch

Stil: Melancholisch

In tiefen Wäldern, wo die Winde singen,
Erwacht die Kraft, die keinem Mensch verwehrt.
Ein Raunen, das durch grüne Äste dringen,
Die Erde lebt, ihr Herzschlag unerhört.

Die Flüsse tanzen wild in ihrem Bette,
Ein flüssig Band, gewebt aus Tränen schwer.
Ihr ungebrochner Fluss trotz jeder Kette,
Und trägt den Geist der Freiheit hin zum Meer.

Im Sturm, der Wolken mächtig auseinander,
Entfaltet sich ein Schauspiel voller Zorn.
Ein Rufen, das die stille Nacht durchwandert,
Gebiert am Himmel Blitz und Donnerborn.

Doch in der tiefen Stille der Gebete,
Wenn sich der Mond in stillen Seen spiegelt,
Erblüht aus jeder Wunde neue Rete,
Die Kraft der Erde, die sich nie besiegelt.

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