Stil: Philosophisch
Im Schoß der Erde, tief und weit,
Wächst stille Kraft in Dunkelheit,
Die Schöpfung rührt mit sanftem Klang,
Der Herz und Sinne tief bezwang.
Die wilde Schönheit, stark und klar,
Erwacht mit jedem neuen Jahr,
Wenn Frühling mit dem grünen Kleid
Die müden Winterträume befreit.
In Stürmen, die den Himmel klüften,
Wo mächtige Winde wild sich wüsten,
Erklingt der starke Ruf der Zeit,
Die unbezähmte Ewigkeit.
Wo Wasserfälle Donner singen,
Und Blitz und Donner grollend klingen,
Da tanzt der Regen auf der Haut,
Ein Lied, das uns zu Staunen traut.
Die Wälder flüstern leis’ im Wind,
Wo tausend Leben in sich sind,
Ein grüner Atem, stark entfacht,
Die Ahnenlust der Erd’ bewacht.
Die Berge steigen hoch empor,
Ein ewiges Streben, frisch und roh,
Ihr stilles Lied von uralt‘ Macht,
Die menschlich Herz in Ehrfurcht bracht.
Das Meer, so endlos und so weit,
Ein tiefes Blau, das stets verzeiht,
Der Wellen Melodie erklingt,
Ein Lied, das uns in Träume bringt.
Am Abend, wenn die Sonne sinkt,
Und Erd und Himmel sich bedingt,
Da strahlt der letzte goldne Glanz,
Ein Abschied in der Dämmerungstanz.
Die Kraft der Natur, die uns umschließt,
Ein ewiges Band, das uns genießt,
Die ungebrochene, starke Hand,
Die in uns Leben neu entfand.
So atme tief das grüne Glück,
Versteh der Erde sanften Blick,
Und spür die Kraft in jeder Stunde,
In jedem Atem, jedem Grunde.
Denn in der wilden Erde Schoß,
Gebiert die Schönheit grenzenlos,
Ein Wachsen, Streben, still und stark,
Die ungezähmte Seele – der Erd‘ Ertrag.