Stil: Philosophisch
In der Nacht, so still und klar,
hörte ich einst das Lied, das war,
ein Flüstern, leis, ein sanftes Wort,
getragen von des Windes Hort.
Die Wolken zogen langsam fort,
der Mond erstrahlte, Ort für Ort.
Doch in der Tiefe, weit entfernt,
verlor sich das, was ich gelernt.
Die Stille, einst mein bester Freund,
hat sich in Trubel, Lärm vereint.
Der Tag erwacht, der Morgen schreit,
verdrängt die Ruhe, die einst bleibt.
Oft suche ich in dunklen Stunden,
nach jener Ruhe, die verschwunden.
Ein Echo nur im Herzen hallt,
von jener Zeit, so leis und alt.
Die Worte, die der Wind einst sprach,
verwehen im des Tages Krach.
Ich sehne mich nach jener Stille,
die aufgeht nie im lauten Wille.
Doch hoffnungsvoll, ganz leis, ganz sacht,
erwacht sie manchmal in der Nacht.
Ein Augenblick, ein kurzer Traum,
erfüllt von Frieden, wie ein Flaum.
So sitze ich und lausche still,
bis der Morgen kehrt mit lautem Will‘.
Das Herz bewahrt die leise Zeit,
die Stille bleibt, tief im Geleit.
Denn in der Tiefe, geborgen da,
lebt sie weiter, bleibt ganz nah.
Ein flüsternd Lied, ein sanftes Wort,
verlorene Stille, nie ganz fort.