Stil: Spirituell
In stillen Nächten klagt die Welt,
Ein Schleier lastet schwer und kalt,
Träume bleiben unerzählt,
Von Sternen fern, von Schatten alt.
Der Mond allein, sein Licht so bleich,
Erwacht in Gärten ohne Laub,
Und seufzt ein Wind durch Äste weich,
Die Wurzeln graben sich hinab.
Die Straßen leer, kein Schritt erklingt,
Vergessene Pfade schlucken Klang,
Ein Herz im Niemandsland versinkt,
Die Hoffnung gleitet, wird zum Drang.
Im Nebel schweigt das Meer der Zeit,
Ertrunken ist der letzte Mut,
Und Stille zehrt an der Geleit,
Wo einst ein Lied die Wunden tut.
Doch horch, im Dunkel regt sich leis,
Ein Funken glimmt in tiefer Nacht,
Ein Flüstern schafft die leere Kreis,
Bis neues Leben heimgebracht.
Die Welt, sie ringt um ihren Traum,
Die Einsamkeit wird still verbannt,
In Händen keimt der Lebensbaum,
Ein Atemzug, und wieder bekannt.