Stil: Kraftvoll
In der Stunde, die im Schatten liegt,
Wo das Herz der Zeit kaum schlägt,
Verstummt der Wind, die Welt erstickt,
Und in der Stille die Sehnsucht lebt.
Ein Flüstern webt im sanften Raum,
Träume sammeln sich im stillen Meer,
Wie Blätter, die im Schlafe taumeln,
Zu Boden sinken, still und schwer.
Gefrorne Tropfen alter Stunden,
Schweben leise durch das Grau,
Zerschmelzen Traum und Zeit im Grunde,
Heimlich fällt der Morgen tau.
Erinnerungen wie Geister wandeln,
In dieser Ruhe, ganz enthüllt,
O Augenblick, der uns umschlungen,
Ewig bleibt, doch nie erfüllt.
So lauschen wir dem leisen Schweigen,
Wo sich das Jetzt und Einst vereint,
Und hoffen, daß im stillen Reigen,
Die Ewigkeit die Wunden heilt.
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