Ferne Lichter vergangener Tage – Melancholisch

Stil: Melancholisch

In stillen Stunden, wenn der Mond erwacht,
Erstrahlt die Seele, alt und doch so klar,
In jenem sanften, warmen Silberglanz,
Der über Zeit und Raum uns leise führt.

Es weht ein Hauch von längst vergangenem Glück,
Wie Düfte, die aus alten Gärten steigen,
Wo Blüten tanzen im vergess’nen Wind,
Und leise Worte zärtlich sich verneigen.

Ein Rauschen ferner Wellen klingt herbei,
Wie Seide, die durch Traum und Zeit sich webt,
Die Stimmen alter Freunde, längst verklungen,
Erfüllen die Erinnerung mit Leben.

Die Kindheit wirkt in bunten Farben nach,
Ein Regenbogen, weit und unerreicht,
Doch fängt das Herz die Farben ein,
Und malt damit die Gegenwart so leicht.

Vergangen ist die Unbeschwertheit jener Tage,
Wo Sommer ewig schien und Spiele nie verließen,
Doch bleibt im Herzen warm die klare Frage,
Ob wir die Wonne jemals ganz verfließen.

Die Worte, die mit Lachen tief verknüpft,
Ein Echo, das noch durch die Jahre zieht,
Sind wie ein Lied, das niemals leise wird,
Ein Klang, der tief im Innersten erblüht.

Und so trägt uns der sanfte Strom der Zeit,
Zum Hafen jener stillen, alten Freuden,
Wo wir, in stiller Sehnsucht eingehüllt,
Dem neuen Morgen Hoffnung anvertrauten.

O Freude, du der Sehnsucht helles Licht,
Umfass‘ uns mit der Wärme alter Stunden,
Lass nicht verblassen, was in uns erblüht,
Und halte uns in ewigem Gebunden.

So mischen sich die Lichter, alt und neu,
Ein Mosaik aus Freude und aus Schmerz,
Doch in des Lebens steter, weiter Reih,
Bleibt Freude der Vergangenheit im Herz.

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