Stil: Episch
In der Dämmerung, wo Schatten sich entfalten,
Liegt still die Seele, von Erinnern schwer,
Ein leises Wispern, das aus fernen Zeiten
Von längst Vergessenem erzählt, so leer.
Die Stunden tropfen, gleich dem Sand in Gläsern,
Unwiederbringlich flieht die Zeit dahin,
Die Bilder tanzen, flüchtig und in Rätseln,
Ein stummer Zeuge, meine Seele, ich bin.
Vergang’ne Stimmen bellen aus den Tiefen,
Ein Echo längst verglommener Geschichten,
Der Herzschlag pocht in monotonem Ringe,
Doch niemand, der die Einsamkeit kann lichten.
Und dennoch blüht im fahlen Licht der Sterne
Ein Hauch von Wärme, wenn Erinnerung spricht,
Im flücht’gen Reigen treffen sich die Herzen,
Ein kurzer Trost im dröhnend schweigenden Nichts.
★★★★★