Stil: Dramatisch
Im Schattenreich, wo Stille thront,
Umhüllt von Nacht, das Herz entflohnt.
Ein schwarzer Schleier, endlos weit,
Verbirgt das Bild der Einsamkeit.
Die Dunkelheit, ein stiller Raum,
In ihrem Schoß der tiefste Traum.
Hier fliegt der Geist, hier atmet Zeit,
Hier wird die Seele sanft befreit.
Der Mond, ein heimlich‘ Wächter dort,
Erleuchtet kaum des Dunkels Hort.
Ein Silberstrahl, der Hoffnung bring‘,
Zerbricht die Nacht—ein zarter Ring.
Verborg’ne Pfade, ungekannt,
Wo Schweigen spricht, die Seele tanzt.
Inmitten Finsternis erblüht
Die Ahnung, die die Sterne sieht.
Im Tasten findet sich Vertraun,
Wenn alle Uhren stille schaun.
Ein Flüstern, das die Stille bricht,
Die Freiheit selbst der finstern‘ Licht.
Verlasse nun das lichte Band,
Tauch‘ ein ins dunkle Wunderland.
Der Nachtwind flüstert leis‘ zu dir:
„Die Freiheit lebt, die Freiheit hier.“