Stil: Romantisch
In fernen Höhen, wo die Stille wohnt,
Erheben sich die Berge, zeitentfloh’n,
Wie Schatten eines längst vergess’nen Traums,
Im klaren Glanz des ersten Morgengraus.
Die Gipfel tragen Schnee wie altes Leid,
Ein Mantel aus Erinnerungen, weit,
Geflüstert wird vom Wind, was einst gescheh’n,
Geschichten, die in Fels und Eis besteh’n.
Durch Täler zieht ein Strom von Sehnsucht mild,
Er malt mit sanfter Hand das Landschaftsbild,
Erinnerung tropft leis‘ von Fels zu Stein,
Ein ewig Lied aus Wehmut, schön und rein.
Und dort am höchsten Grat, fast himmelwärts,
Ruht still ein längst verklungenes Herz,
Die Zeit verweht mit sanfter Hand das Jahr,
Doch bleiben Berge, stark und wunderbar.
★★★★★