Identität der Dunkelheit – Leicht

Stil: Leicht

Im Schattenreich, wo Lichter blass
Verborg’n im stillen Nebel ruh’n,
Entfaltet sich das dunkle Maß,
Die Nacht, die tief im Innern wohnt.

Ein Schleier, dicht und ohne Namen,
Verschlingt das helle Angesicht,
In stummem Tanz, voll stummer Flammen,
Verbirgt die Seelen ihre Sicht.

Die Sterne fern, wie blinde Zeugen,
Das Schwarz, das alles Leben birgt,
Die Wahrheit liegt in stillen Reigen,
Ein Hauch, der alle Farben tilgt.

Ein Spiegelbild der Seelenruhe,
Die Schattenflut, die ruhig fließt,
Ein Schweigen, das der Welt entsprunge,
Ein Ruf, der sich im Dunkel schließt.

Wo Nacht sich sanft in Falten kleidet,
Und Traum und Wirklichkeit sich müh’n,
Da wird der Mensch zur Dunkelheit,
Die Dunkelheit zur Menschheitsblüh’n.

In Mitternacht, der dunklen Gnade,
Da trägt die Zeit das tiefste Kleid,
Die Suche nach der eignen Farbe
Verhüllt die Wahrheit, die da schreit.

Ein Echo, das im Dämmern wächst,
Ein Flüstern, das die Stille bricht,
Die Dunkelheit, voll tiefem Text,
Verleiht dem Sein ein neues Licht.

Die Identität, in Schatten gewebt,
Ein Wirbel, der die Seele hält,
Ist Dunkelheit, die niemals lebt,
Doch stets im tiefen Herzen fällt.

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