Stil: Episch
In jenen Nächten, die der Himmel still umarmt,
Wenn Mondlicht zart auf müden Feldern ruht,
Entfaltet sich die Stille, unbenannt,
Wie sanfter Nebel, der die Erde gut.
Die Stille, ein Gedicht aus lautlosem Sein,
Ein Wispern, das durch alte Wälder zieht,
Ein Zeuge der Vergänglichkeit allein,
Der in die Seelen längst vergang’ner Zeiten sieht.
Die Luft voll Träume, die im Dunkeln weben,
Ein Schleier aus Erinnerungen fein,
Der hauchzart über sanfte Hügel schweben
Und sich in stillen Wasserströmen bricht zum Schein.
In dieser Stille, die die Zeit durchbricht,
Verweilt der Augenblick, ein kostbar Gut,
Erzählt von Liebe, Schmerz, von Glück und Pflicht,
Von Herzen, die einst voller Feuer gluhn.
Die Schatten der Vergangenheit verweben
Sich leise mit der Gegenwart zu Klang,
Ein stummes Lied, das ewig wird erheben,
Das Seelen füllt mit seinem sanften Drang.
Und abermals, wenn Dämmerung sich neigt,
Erblüht die Welt in klangloser Magie,
Ein Raum, in dem die Hoffnung uns ereilt,
Wo ewig währende Erinnerungen zieh’n.
So wandern wir durch dieses Reich der Ruh,
Geführt von jenem stummen Sternenlicht,
Und finden Trost im Flüstern immerzu,
Im tiefen, schweigenden Erinnerungsgewicht.
Erinnerung der Stille, zeitlos schön,
Ein Ozean aus ungesagtem Wort,
In ihren Wogen dürfen wir bestehn,
Vertreiben Lärm der Welt und allen Ort.
So lausche, Reisender, dem stillen Hall,
Der durch die leisen Schatten zieht,
Und spüre, wie im sanften Widerhall,
Die Welt in ihrer vollen Schönheit liegt.