Stil: Melancholisch
Wo silberne Schleier sich küssend ergießen,
und Tropfen wie Tränen vom Himmel sich lösen,
im Murmeln der Fluten, ihr ewiges Fließen,
erwacht eine Hoffnung, geboren aus Chören.
Die Felsen umarmen den stürzenden Traum,
in Moosbett und Gischt tanzt das Leben im Takt,
die Herzen, sie schlagen im donnernden Raum,
als ob sie die Zukunft verwegen entfacht.
Ein Wispern im Wind, glanzvoller Gesang,
die Tropfen voll Sehnsucht, sie klopfen ans Land,
die Hände aus Wasser, so zärtlich, so bang,
reichen dem Ufer ein Versprechen, das fand.
Und dort in der Tiefe, wo Schatten vergehen,
umarmt uns die Gegenwart, flüchtig und kalt,
doch Hoffnung, die leuchtet im Wasser, im Wehen,
trägt mächtig ihr Licht durch die stürzende Welt.
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