Stil: Spirituell
Über den Himmel, still und grau,
ziehen Schatten, kalt und schwer.
Drohnenschwingen, lautlos lau,
gleiten durch die Lüfte leer.
Hier, wo der Himmel sich weit erstreckt,
und Sonne oft im Verborg’nen lebt,
dort, wo die Freiheit sich versteckt,
ein neuer Herzschlag sich erhebt.
Ein Dröhnen in der Ferne nur,
ein Flüstern im Geäst der Nacht.
Unsichtbar, doch spürbar pur,
Ein Fieber, das die Welt bewacht.
Sie kreisen über Stadt und Feld,
verfolgen Spuren, suchen Licht,
das fallend in die Schatten fällt,
ein schweigendes Gesicht.
Die Vögel singen nicht mehr frei,
die Wolken schieben sich beiseit’,
die Luft bewegt sich wie ein Schrei,
und dröhnt im Flug der Ewigkeit.
Was suchen sie, im Schattenreich,
wo Himmel sich und Erde treffen?
Wo Wünsche sind noch vage, weich,
im Dunkel, das die Träume grefen?
Die Menschen bangen, hoffen stumm,
im Schutz der Wände, die sie fassen.
Die Stille ist ein reiches Summ,
das sie nicht zu fragen lassen.
Oh Drohnen, Schatten der Nacht,
was birgt ihr in Eurem Flug?
Euer Schweben voller Macht,
verändert des Himmels Zug.
Fliegt Ihr nur als Wächter her,
im Auftrag der, die nicht erkannten?
Euer Schweigen lastet schwer,
im Flug der Schatten, unbegrannten.
Doch bleibt ein Funke Hoffnung da,
im Herz des Menschen, das noch träumt.
Ein Licht, das stark und rein, o klar,
den Himmel von den Schatten säumt.