Stil: Philosophisch
Im milden Schein des ersten Lichts, da ruht
Ein Wald, der Welt genannt, in sanfter Stille;
Ein ew’ger Ort, wo Zeit als Blätterflut
Durch Adern rauscht, als zartes Frühlingswille.
Wo hoch die Bäume sich gen Himmel strecken,
Als grünes Meer, das Wind und Wetter trotzt,
Wo Wurzeln tief in Erdenschoß sich flechten,
Und Moos in samtnem Schweigen alles schützt.
Der ersten Schritte hallt ein leiser Klang,
Ein Flüstern, das aus fernen Jahren rührt;
Denn jeder Baum hier singt den alten Sang,
Der von vergangnen Welten sanft erzählt und führt.
In Lüften tanzt der Vögel frohes Lied,
Ein Reigen bunter Töne, frisch und klar;
Als Spuren ihrer Flügel durch die Glieder zieht
Ein unsichtbares Band, das ewig war.
Das Sonnenlicht malt gold’ne Streifen sacht
Auf Pfade, die sich durch das Dickicht winden,
Und wie ein zarter Schleier liegt die Nacht
Bereit, die Stille tiefer zu ergründen.
Ein sanfter Bach murmelt im Verborgenen,
Sein Silberlauf erzählt von fernen Weiten,
Wo Liebende einst unter Sternen träumten
Und Herzen sich in seiner Klarheit weideten.
Hier lebt die Weisheit in der Eulen Ruf,
Die über Buch und Ast im Mondschein gleiten;
Die Zeit selbst weht hier wie ein sanfter Hauch,
Ein Zeuge alles Lebens und des Weiten.
Doch auch die Schatten weben hier ihr Netz,
In dunklen Winkeln flüstert das Vergangene,
Wo Trauer und Verlust im Laubengrenz
Noch widerhallen, wie ein leises Mahnen.
Der Wald der Welt, ein Spiegel tiefster Sehnsucht,
Ein Ort, wo sich das Herz im Einklang wiegt;
Wo Dunkelheit wie Licht zur Einheit wird,
Und jede Seele ihren Frieden findet.
So bleib