Stil: Dramatisch
Wenn der Herbst die Blätter von den Bäumen fegt,
Und dunkle Schatten über die Wälder legt,
Dann naht die Nacht, die voller Geheimnisse steckt,
Wo sich das Dunkel mit der Seele verflecht‘.
Die Kälte kriecht wie ein Geist durch das Land,
Und die Luft ist erfüllt von einem Flüstern, bekannt,
Es sind die Stimmen vergangener Zeiten,
Die Geister, die durch die Dunkelheit gleiten.
Die Straßen sind leer, und das Mondlicht schweigt,
Ein kühler Hauch, der die blasse Haut erreicht,
Unter dem Schleier der nebligen Schwaden,
Verbergen sich die Träume der müden Gestaden.
Gespenster wandeln mit gebleichtem Gewand,
Ihre Schritte ein Flüstern im gefrorenen Sand,
Sie erzählen von längst vergessenen Tagen,
Wo Hoffnung und Furcht sich im Gleichklang verzagen.
Kürbisse leuchten mit höhnischem Schein,
Ihr Lächeln aus Schatten, durch Kerzenlicht fein,
Sie hüten das Geheimnis der Nacht in sich,
Ein Theater des Schreckens, so flüchtig und schlicht.
Bäume wie Arme, die gen Himmel flehen,
Knacken und ächzen, als wollten sie gehen,
Die Wurzeln verborgen, die Äste verdreht,
Halten die Mysterien der Erde still und belebt.
In dieser Nacht, die das Wunder gebiert,
Wo jeder Atemzug das Herz verführt,
Ist die Dichtung das Tor, das Emotionen entfacht,
Gedichte zu Halloween, geboren aus Nacht.
Gefühle erwachen, aus Reimen gewebt,
Kostenlos geschenkt, als wären sie gelebt,
Sie wissen um die Kraft des gespenstischen Spiels,
Und erzählen vom Leben im Schattenprofil.
So tanzen die Verse durch das finstere Tal,
Ein leises Gemurmel, ein stummer Skandal,
Sie fassen die Angst und die Freude zugleich,
Ein kostbares Band aus Worten und Reich.
Denn wenn die Dunkelheit sich zum Schlafen neigt,
Und der Morgen das gebrochene Licht zeigt,
Bleiben die Gedichte, die Geschichten der Nacht,
Als ewiges Echo, das im Innern erwacht.