Im Schatten der Drohnen – Tiefgruendig

Stil: Tiefgruendig

Über Felder und durch Winde,
fliegt ein Schatten, sacht und kalt.
Ungefragt, mit leisem Schritte,
zieht er über Stadt und Wald.

Der Himmel, einst so klar und weit,
ist nun gefüllt mit fremder Macht.
Die Drohne gleitet, ohne Halt,
durch Morgengrauen, durch die Nacht.

Ein Flüstern in der Stille liegt,
wenn niemand hört das leise Summen.
Die Welt, sie scheint im Atemzug
der Drohnen ferne Stimmen zu vernehmen.

Der Bauer schaut hinauf und sieht
den Schatten, der kein Zeichen gibt.
Ein Überwachungsauge dort,
das seine Freiheit schleichend nimmt.

Die Kinder spielen, wissen kaum,
was über ihren Köpfen zieht.
Ein Spielzeug aus der fernen Welt,
das ohne Herz die Lüfte sät.

Ein Kranich fliegt, ins Abendrot,
im eleganten, stillen Tanz.
Doch über ihm, die Drohne droht,
zerbricht das Bild des Vogelflugs.

In Städten, wo die Lichter blinken,
schleicht sich der Schatten ungesehen.
Er kennt den Weg, doch nicht den Zweck,
den ihm die Menschen auferlegen.

Oh Schatten der Maschine, sprich,
was ist dein Ziel, wohin du strebst?
Kein Mensch kann deinen Weg verstehen,
den Fadennehmen, den du webst.

Die Drohne trägt kein Lied, kein Wort,
nur kalte Daten in ihrem Gefäß.
Doch in den Herzen singt ein Chor,
von Freiheit, Hoffnung, Menschlichkeit.

Der Schatten wird zur Fragezeichen,
an jedem Tag, auf jedem Weg.
Was ist die Zukunft, die wir bauen,
wenn dieser Schatten mit uns geht?

Die Zeit vergeht, doch bleibt die Nacht,
gezeichnet durch die Drohnenmacht.
Wir träumen von der Morgenstunde,
in der der Himmel wieder lacht.

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