Stil: Symbolisch
Wenn der Himmel brodelt, grau und schwer,
tanzen die Bäume im wilden Heer.
Der Wind trägt Lieder, rau und dicht,
im Schatten des Sturms zeigt die Welt ihr Gesicht.
Die Wolken ziehen wie ein Heer aus Nacht,
am Horizont blitzt die ferne Schlacht.
Ein Donnergrollen, tief und klar,
erzählt von Kräften, uralt und wahr.
Die Flüsse schwellen an, die Wellen steigen,
und Blätter flüstern von verborgenen Reigen.
Die Welt hält den Atem, lauscht dem Lied,
das der Sturm in die Herzen hineinlied.
Doch in all der wild entfesselten Pracht,
liegt auch die Ruhe, die Kraft und die Macht.
Denn nach dem Toben, dem Tosen, dem Schrei,
kehrt der Frieden in die Seele neu.
Die Schatten des Sturms, sie kommen und gehn,
wie Geister, die um die Erde wehn.
Doch in der Tiefe, in der Stille danach,
zählt der Mensch seine Schätze wach.
Wenn der Wind sich legt und das Licht sich bricht,
zeigt sich die Welt in neuem Gesicht.
Der Sturm, er mahnt uns, er nimmt und er gibt,
dass das Leben im Wandel, im Kreislauf liebt.
So lauschen wir dem flüsternden Ton,
den der Sturm singt in seiner Passion.
Im Schatten des Sturms, da lernen wir,
dass Frieden dem Herzen innewohnt, hier.