Stil: Dramatisch
Wenn Herbst die Flügel ausbreitet leis,
Goldene Blätter tanzen im Wind,
Der Sommer weicht, im Abendkreis,
Wo Schatten der Erinnerung sind.
Der Winter naht mit frostigem Hauch,
Flüsternd in nächtlicher Stille.
Durch kahle Äste zieht ein Rauch,
Verblasst der Farben milde Fülle.
Frühling blüht aus Schneewolken zart,
In Duft und Farbenstrudel gehüllt.
Schatten fliehen aus kalter Nacht,
Ein neues Hoffen wird erfüllt.
Im Sommerlicht, das strahlend brennt,
Verweht des Winters eisiger Bann.
Doch Schatten legen sich unerkannt,
Erinnerung zieht ihre Bahn.
So drehen sich die Zeiten im Kreis,
Schatten verweben Licht und Nacht.
Doch in der Dunkelheit, leis und heiß,
Wird oft die tiefste Sehnsucht entfacht.
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