Im Wirbel der Ewigkeit – Melancholisch

Stil: Melancholisch

Im Sturm der Zeit, der wild sich dreht,
Verwehen Träume, flüchtig, leis’.
In diesem Tanz, der niemals steht,
Verblasst die Welt, im Nebelkreis.

Die Uhren schlagen ohne Rast,
Ihr Ticken hallt durch Raum und Jahr,
Der Augenblick, der fest uns fasst,
Entflieht und lässt uns sonderbar.

Die Wellen brechen, treiben fort
Das Bild vergang’ner Tage still,
Und dort im Wirbel, fern vom Ort,
Zerbricht der Spiegel, was ich will.

Doch aus der Flut der wilden Nacht
Erwächst ein Hoffnungsstrahl, so klar.
Ein Trost, der durch die Zeiten kracht,
Erinnert uns, wer wir einst war’n.

Der Sturm der Zeit, er dreht und zieht,
Er trägt uns fort, doch lässt uns nah.
Was bleibt, ist das, was nie versiegt:
Das Sehnen, das in uns geschah.

★★★★★