In den Falten der Zeit – Melancholisch

Stil: Melancholisch

Durch Nebel der Jahrhunderte, schwer und dicht,
Wandere ich, ein Suchender im verlorenen Licht.
Die Vergangenheit ruft, in flüsternden Tönen,
Mit Geschichten, die in meinen Träumen wohnen.

Die Straßen gepflastert mit vergessenen Gedanken,
Erzählen von Menschen, die lang schon erkrankten.
Ihre Stimmen wie Echo in stillen Gassen,
Vermischt mit den Schatten, die nie verblassen.

Ein Kind lacht in einem Garten, längst verwelkt,
Wo Zeit die Blumen zu Staub zerschellt.
Seine Erinnerungen sind wie Rosenblätter,
Die ich sammle, eine nach der anderen, ein endloses Kletter.

Das sanfte Streicheln des Windes trägt ein Lied,
Von verlorenen Königreichen, die niemand mehr sieht.
Kronen aus Gold, nun zu Staub zerfallen,
In der Stille der Ewigkeit, wo Erinnerungen hallen.

Die alten Bäume, Zeugen stummer Schlachten,
Tragen die Narben der Zeit auf ihren betagten Wachten.
Ihre Äste erzählen von Helden und Klagen,
Von Liebe, die in der Dunkelheit der Zeit verschlagen.

In den alten Büchern staubiger Regale,
Warten Geschichten, verborgen wie kostbare Male.
Jede Seite ein Portal, ein Zauber der Stunden,
Wo Vergangenes und Gegenwart vereint gefunden.

Ich lausche dem Flüstern der längst vergangenen Nacht,
Wo Sterne wie Leuchtfeuer die Dunkelheit bewacht.
Ein Tanz aus Erinnerungen, ein Wirbel aus Schmerz,
Ergreift meine Seele, dringt tief in mein Herz.

Oh Zeit, du Geschichtenerzähler, du heimlicher Dieb,
In deiner Umarmung liegt das, was niemand je lieb.
Das Gewebe der Jahre, gewebt mit Tränen und Lachen,
Erinnert uns an die Spuren

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