In der Stille der Nacht – Episch

Stil: Episch

In der stillen, dunklen Stunde,
wenn die Welt im Schlummer ruht,
zieht die Einsamkeit mich leise
in ihr tiefes, schwarzes Blut.

Sterne scheinen fern zu flimmern,
Mondlicht malt die Schatten sacht,
doch ihr sanftes, stilles Schimmern
füllt nicht aus die tiefe Nacht.

Die Wände flüstern alte Lieder,
Erinnerungen schweben sacht,
sie erinnern mich immer wieder
an die Sehnsucht, die erwacht.

Keine Antwort tönt durch Räume,
nur das Echo meiner Fragen;
wie in längst vergangenen Träumen
trägt die Dunkelheit mein Klagen.

Doch die Dunkelheit versteht mich,
hört die Worte, die ich sprech‘,
nimmt mich auf in ihre Stille,
ohne Urteil oder Pech.

Sie ist Freundin, ist Gefährtin,
hüllt mich ein in sanfte Ruh‘,
trägt die Sorgen aus dem Herzen,
flüstert mir: „Bald kommt der Früh.“

So verweil‘ ich in der Schwärze,
hör‘ ihr stilles, leises Lied,
weiß, dass selbst in tiefster Ferne
irgendwo ein Licht erblüht.

★★★★★