Stil: Leicht
In der Dunkelheit der Nacht,
wenn die Welt im Schlummer liegt,
da sitzt ein Herz und wacht,
und in der Einsamkeit sich wiegt.
Die Stille spricht mit leiser Stimme,
das Herz lauscht ihrer sanften Spur,
findet in der Kluft der Zeit die Sinne,
und in der Ruhe heil’ge Kur.
Fern von all dem lauten Treiben,
kehrt die Seele zu sich ein,
um inn’re Träume zu beleiben,
die Hoffnung strahlt wie Sonnenstein.
Ein Funke glüht im tiefen Grunde,
ein Lichtblick in der Düsternis,
die Hoffnung webt mit leiser Kunde,
ein Netz aus zartem Seidenglis.
Und in der Einsamkeit erwacht,
ein Wunsch, ein Traum, ein neues Streben,
die Hoffnung birgt in tiefster Nacht,
der Seele stilles, sanftes Beben.
Mit jedem Herzschlag, jeder Stunde,
wächst aus der Stille zarte Kraft,
die Hoffnung, stark und ohne Kunde,
verleiht der Seele neue Haft.
So möge in der Nacht der Einsamkeit,
die Hoffnung wie ein Stern erscheinen,
sie führt durch Dunkelheit mit Heiterkeit,
und lässt das Herz in Licht vereinen.