Schatten von Jahreszeiten – Klassisch

Stil: Klassisch

**I. Frühlingserwachen**

Im zarten Gewebe des Morgentau,
flüstert der Frühling sein leises Versprechen,
Schatten tanzen auf sprießendem Gras,
doch die Dunkelheit kann das Licht nicht brechen.

Blüten, die schüchtern in Knospen versteckt,
erheben sich kühn in der Morgensonne.
Schatten verweilen an Blütenblättern,
flattern im Wind wie verlorene Wonne.

**II. Sommerglut**

Des Sommers Glanz, ein flammender Reigen,
strahlt heiß auf Felder von Gold und Grün.
Doch ziehen lange Schatten der Bäume
sich suchend über die Wege hin.

In der Hitze ein Flüstern von Kühle,
Krähen gleiten auf unsichtbaren Pfaden.
Während Blätter im Sommerlicht tanzen,
schleicht sich ein Schatten durch Garten und Laden.

**III. Herbstmelancholie**

Wenn der Herbst mit Farben die Wälder schmückt,
sinken die Schatten mit jedem Blatt,
das sich löst und mit leisem Seufzen
von seiner Zweigheimat Abschied hat.

Die Nebel kriechen flüstern und winden
um das, was einst im Sonnenlicht stand.
Schatten, die länger und tiefer sich binden,
schreiben Geschichten in herbstlichen Sand.

**IV. Winterstille**

Schneekristalle im fahlen Mondlicht,
decken die Erde mit gläsernem Glanz.
Schatten, die schweigend die Kälte umarmen,
wirken wie Tänzer in frostigem Tanz.

Die Dunkelheit birgt eine stille Kraft,
dort, wo die Schatten am tiefsten sind.
Doch aus der Stille erwächst neue Stärke,
das Wissen, dass bald ein neuer Frühling beginnt.

**V. Kreisende Schatten**

Jahreszeiten kommen und gehen,
ein ewiger Zyklus aus Licht und Dunkel.
In ihren Schatten ruht still das Geheimnis,
dass Leben und Wandel stets unzertrennlich funkeln.

★★★★★