Schatten von Jahreszeiten – Ruhig

Stil: Ruhig

In der Stille flüstern Schatten,
die Zeit entfaltet ihren Lauf.
Durch Blätter tanzt des Herbstes Prangen,
im Winter ruht der Atem fahl und sacht.

Sommerlich des Lichtes Flammen,
erhell’n des Frühlings kühnen Traum.
Ein Sehnen kreist, ein tiefes Bangen,
durch Schatten wandelt sich der Raum.

Des Herbstes Farben bleichen sacht,
im Frost zersplittert klirrend Zeit.
Ein Nebel kriecht mit milder Macht,
aus Dunkelheit wächst Zuversicht.

Der Frühling haucht ein zartes Versprechen,
im Sommer glüht ein flüchtiger Hauch.
Durch Jahreszeiten Schatten brechen,
Getragen wird des Lebens Brauch.

Träume weben sich aus Nebelfäden,
Vergangenheit und Zukunft nah,
in jedem Schatten seh‘ ich Wesen,
das Morgen ahnt und gestern war.

Im Kreise ruht der Welt Geschicht,
aus Licht und Schatten löst sich Sein,
und jede Zeit bringt neues Licht,
geboren aus der Schatten Schein.

★★★★★