Stil: Episch
In leisen Schatten, tief und schwer,
Liegt die Stille, die keiner mehr hört,
Ein verlorener Tod, der heimlich kam,
Und uns die sanfte Freiheit nahm.
Die Tage ziehn in düstrer Pracht,
Ein ferner Stern, der nächtlich wacht,
In Augen glüh’n die Trauertränen,
Die Seelen suchen, klage und wähnen.
Ein Wispern durch die Zweige weht,
Ein Hauch vom Leben, das vergeht,
Der Wind erzählt von alten Zeiten,
Von Hoffen, Lieben, stillen Weiten.
Der Mond, ein Freund in dunkler Nacht,
Er flüstert uns von großer Macht,
Von Abschied, der im Herzen brennt,
Und von der Zeit, die niemand kennt.
Die Erde hält in tiefem Schoß,
All die Namen, die keiner los,
Ein Garten voller stiller Ruh’,
Das Leben geht, doch bleibt die Ruh’.
Der Mensch sucht Antwort in der Natur,
Im Flüstern eines Vogels nur,
Er fragt die Sterne, fragt den Wind,
Wo sind die, die ihm lieb sind?
So lebt der Schmerz in stiller Glut,
Vergangenes verlor’n im Fluss der Flut,
Doch Hoffnung wächst auf jedem Schmerz,
Und Liebe heilt das müde Herz.
Im Morgenlicht ein neuer Tag,
Ein frischer Wind, der Leben mag,
Die Blumen blühn in voller Pracht,
Die Welt erwacht aus langer Nacht.
Und so hält das Leben seinen Lauf,
Ein neuer Tag, ein neuer Kauf,
Die Liebe bleibt, der Schmerz vergeht,
Und in der Stille neues Leben entsteht.