Sehnsucht nach Sehnsucht – Bildhaft

Stil: Bildhaft

In der Dämmerung des Herzens, still und frei,
Erwacht ein Drang, der unbenannt und wild,
Wie Nebel sich erhebt, im Tanz entflieht,
Ein wispernd Rufen aus dem Innern, heil.

Fern lockt ein Traum, ein Bild, das sich ergießt,
Ein Ozean aus Farben, Duft und Klang,
Die Seele leise streift, und doch vergießt
Der Sturm der Wünsche, ungestüm und bang.

Die Sehnsucht nach dem Sehnen, endlos weit,
Ein Kreis von Fragen, nie zu Ende gedacht.
Die Zeit flieht lautlos, während sie verweilt,
Die Suche nach dem Ziel, das nie erwacht.

Im Spiegel der Begierde, sanft und sacht,
Verliert sich der Gedanke, bleibt nicht stumm,
Ein Flüstern, das die Sinne trunken macht,
Wie süßer Duft aus einer fernen Blum‘.

Und doch bleibt diese Lust, so unerfüllt,
Ein Schatten, der durch leere Räume weht,
Ein Echo des Verlangens, das sich hüllt
In Schleierworte, die der Wind verweht.

So bleibt die Sehnsucht stets ein ferner Stern,
Ein Licht in dunkler Nacht, das nicht vergeht,
Ein kühner Traum, so nah und dennoch fern,
Ein Lied der Sehnsucht, das den Tag umweht.

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