Stil: Minimalistisch
In der Dämmerung des Seins, so still,
Wie Schatten, die der Mond ergießt,
Schleicht hauchzart das verlor’ne Will,
Das in der Dunkelheit verweht und fließt.
Ein Flüstern nur, ein leises Flehen,
Der Seele, die nach Antlitz sucht,
In stummen Nebeln kaum zu sehen,
Wo Geist in leeren Hallen flucht.
Ein Spiegel birgt das stumme Fragestück,
Wo weit entfernt die Zeichen ruhen,
Bruchstücke sehen nicht zurück,
Wie Wellen, die das Meer verschlucken tun.
Bist du noch dort im stummen Kleide,
Ein Schemen nur, aus Nebel gewebt,
Wo leere Worte sanft entgleiten,
Die Frage deiner selbst erhebt.
In jener Stille, tief verborgen,
Ruht Wahrheit, Zeit und Raum entflohn,
Inmitten gestern, heut und morgen,
Wo wir im Schweigen uns belohn‘.
So halt ich inne, such und finde,
Im stillen Raum der Einsamkeit,
Das Wesen, das im Innern schwindet,
Und doch in mir, für alle Zeit.